OST - Ice Wolfs 8:2

Letztes Wochenende stand eine Premiere auf dem Programm. Wir spielten gegen ein uns unbekanntes Team aus Bern, die Ice Wolfs. Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet und so stiegen wir relativ zuversichtlich ins Spiel, zumal wir wiederum auf eine dicke Personaldecke zählen konnten und aus dem vorigen Wochenende mit dem Sieg eine Portion Selbstvertrauen mitnehmen konnten.

Dies merkte man schon vom ersten Bully an. Wir starteten sofort offensiv und druckvoll ins Spiel. Es waren etwa zwei Minuten gespielt, als Fipu Glur dem gegnerischen Verteidiger den Puck abluchsen konnte und mit Vollgas alleine aufs Tor zog. Man konnte ihm ansehen, was im Kopf vorging: Dribbeln oder schiessen? Er entschied sich für letzteres und er bezwang den Goalie mit einem präzisen Flachschuss zwischen den Beinen hindurch. Ein Start nach Mass, und so ging es gleich weiter. Kurz nach dem Führungstreffer konnte ich in der neutralen Zone Röschu Bütschi lancieren. Dieser tankte sich durch zwei, drei oder vier Gegner durch und bezwang den Goalie mit einem präzisen Schuss in die Ecke. Der Start war also geglückt, nun ging es darum, die Konzentration zu behalten und weiterhin auf’s Tempo zu drücken, denn nur so war der Gegner verwundbar. Dies gelang wunschgemäss, denn schon bald konnte Küsu Moog mit einem Schuss aus spitzem Winkel auf 3:0 erhöhen. Als nächstes war wieder Fipu an der Reihe. Er verwertete einen Abpraller nach einem Schuss von Ädu Mathis unbedrängt zum 4:0. Ob es wohl an der anwesenden weiblichen Unterstützung lag, dass Fipu derart aufblühte? Wahrscheinlich sollten wir in diesem Fall ein Saison-Abi verteilen und zudem auch versuchen, weitere Fans zu organisieren… Oder doch nicht? Auf alle Fälle klappte weiterhin alles wie am Schnürchen. Schon bald stand es nämlich durch zwei weitere Tore von Küsu Moog und Bädeli Schneider 6:0. Bädeli liess wieder einmal seine ganze Routine aufblitzen, indem er einfach immer goldrichtig steht vor dem gegnerischen Tor. Etwa 15 Minuten vor Schluss setzten wir uns langsam aber sicher das Ziel, Suti zum ersten Shut-out in seiner Goalie-Karriere zu verhelfen. Leider klappte die Umsetzung schlecht. Ich verlor das Bully in der eigenen Zone, der Puck gelangte direkt zum Flügel, welcher Suti per Direktschuss keine Chance liess. Schade, sehr schade, doch die Gäste hatten sich diesen Treffer redlich verdient, denn sie kämpften wacker und wir liessen ihnen doch relativ viele Freiheiten. Wir reagierten auf den Gegentreffer aber standesgemäss. Wieder stand Bädeli genau dort, wo er zu stehen hat: 7:1. Als nächstes waren wieder die Ice Wolfs am Zug. Der Puck prallte von der Bande zurück und erwischte uns alle auf dem falschen Fuss, so dass der gegnerische Stürmer unbedrängt zum 7:2 einschieben konnte. Dies war aber noch nicht der Schlusspunkt, denn dieser war mir vergönnt. Ich konnte einen Befreiungsschlag der Ice Wolfs hinter dem Tor abfangen und den Puck via Buebetrickli ins fast leere Tor befördern, da der Goalie den Puck schon auf der anderen Seite erwartete. Mit dem Endstand von 8:2 ging ein weiteres erfreuliches Spiel für uns zu Ende.

Es war schlussendlich ein wirklich gutes Spiel von uns. Suti spielte stark, in der Verteidigung und im Sturm klappte fast alles wie gewünscht. Kritisieren kann man höchstens die Art und Weise, wie wir in der zweiten Hälfte aufgetreten sind. Es schien so, als sei sich jeder selbst der Nächste gewesen. Leider wurde nicht mehr viel zusammengespielt, sondern vermehrt der Abschluss und das Solo, und nicht der besser positionierte Mitspieler, gesucht. Da wir klar führten, waren die negativen Auswirkungen gering, gegen andere Gegner müssen wir aber wieder anders auftreten, wenn wir erfolgreich sein wollen! Angesichts des erfreulichen Endresultats soll dieser Bericht aber nicht im Negativen schliessen. In den letzten beiden Spielen sind uns nun 14 Tore gelungen, eine markante Steigerung gegen durchaus gute Gegner. Diesen Schwung müssen wir mitnehmen.

Matchtelegramm: 

1:0 P. Glur
2:0 R. Bütschi (M. Schüpbach)
3:0 M. Moog
4:0 P. Glur (A. Mathis)
5:0 M. Moog
6:0 B. Schneider (P. Lohri)
6:1
7:1 B. Schneider (M. Moog)
7:2
8:2 M. Schüpbach

Strafen: keine

Aufstellung OST: Suter; B. Allemann, L. Allemann; A. Mathis, Bachmann; R. Bütschi, Schüpbach, Rohner; Morales, Zmoos, Pfäffli, Glur; Lohri, Moog, B. Schneider.

Schiedsrichter: Oli Ritschard (ganzes Spiel)

abwesend: B. Bigler, D. Bigler, Th. Mathis, P. Schneider, Stucki.